Zu einer Durchführung eines Projektes bedarf es vieler Informationen. Diese Informationen werden in den Projektstamm eingepflegt. Änderungen werden vor oder während eines laufendes Projektes vorgenommen. Projekte werden in der Regel ebenfalls geplant. Um einen reibungslosen Ablauf mit MARIProject zu gewährleisten, sollten einige Grundlagen eingestellt werden.
Wählen Sie Grundlagen > Einstellungen > Projekte > Projektplanung, um folgende Grundlagen einzustellen:
Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
Abbildung 00231: Grundlagen Projektplanung > Hierarchietiefe in der Phasenplanung
Sie können hier die maximale Gliederungstiefe der Phasen für jeden Geschäftsbereich festlegen.
Wenn Sie Gliederungstiefe 1 angeben, dürfen keine Unterphasen angelegt werden. Wenn Sie Gliederungstiefe 2 angeben, darf eine Hauptphase Unterphasen enthalten, aber diese wiederrum keine weiteren Unterphasen usw.
Siehe Kapitel Genehmigungsprozess für Planungsversionen (& S. 36-28).
Abbildung 00247: Definition von Projektkalendern
Der Basiskalender für die Planung hängt vom Geschäftsbereich des Projektes ab. Ein Planbedarf von einem Monat wird durch den Kalender in Stunden oder umgekehrt von Stunden in Monate umgerechnet, je nach Einstellung in der Planung. Für weitere Informationen hierzu, siehe Kalendergrundlage/Planungseinstellungen (& S. 9-22).
Abbildung 00253: Einstellung der Standardpools je Geschäftsbereich
Hier können Sie Standardpools für einzelne Geschäftsbereiche auswählen. Der Standardressourcenpool wird verwendet, wenn in der Planung ohne Ressource geplant wird, weil der Projektleiter zum Beispiel noch nicht weiß, wie die Leistungen zu erbringen sind (& S. 9-4).
Abbildung 00220: Definition der Mitarbeiter Planungsberechtigung
Diese Einstellung regelt die Abweichung zwischen Poolplanung und Projektplanung.
Alle Personen können geplant werden: Standard
Nur Personen mit Vorgesetztenrechten: Ein Projektleiter kann nur Mitarbeiter in die Planung einbeziehen, für die er Vorgesetzter ist.
Nur Personen mit Pool- oder Vorgesetztenrechten: Die Planung von Mitarbeitern ist zusätzlich zur vorangehenden Option möglich, wenn der Benutzer Zugriff auf den Pool hat, dem der Mitarbeiter zugeordnet ist.
Die eingeschränkte Phasenplanung dient dazu, dass man weniger Planphasen als Phasen für die Zeiterfassung in der Planung einsehen kann. Diese Option kann je Projektgeschäftsbereich aktiviert werden und ermöglicht, die Anzahl der zu planenden Phasen zu beschränken, um den Planungsprozess zu erleichtern.
Abbildung 01293: Einstellung der eingeschränkten Phasenplanung je Geschäftsbereich
Im Phasenstamm kann in dem Register Planbar eingestellt werden, welche Phasen direkt beplant werden können. Siehe Schema der Projektplanung (& S. 9-3).
Abbildung 01294: Einstellung der Planbarkeit einzelner Phasen im Phasenstamm
In der Planung in der obigen Abbildung wird nur die Phase „Zusatzaufträge“ angezeigt.
Das Projekt beinhaltet standardmäßig folgende Planungsversionen: Angebotsplanung, Erstplanung und laufende Planung. Um auch die Option Entwurfsplanung (& S. 9-108) benutzen zu können, muss der Planungsversionsmodus für die einzelnen Geschäftsbereiche aktiviert werden. Dadurch wird im Register Planungsversionen der Planungsversionsmodus sicht- und einstellbar. Siehe Register Planungsversionen (& S. 5-27).
Abbildung 01295: Planungsversionsmodus in den Grundlageneinstellungen
Für weitere Informationen hierzu, siehe Planungssynchronisation - Einstellungen für den Abgleich (& S. 39-8).
Sie können die Lieferzeiten im Vertragsstamm anzeigen lassen. Die Anzeige der Lieferzeit kann in Tagen oder Kalenderwochen erfolgen. Diese Einstellung kann für jeden Mandanten erfolgen.
Abbildung 01297: Anzeige der Lieferzeiten in den Grundlageneinstellungen
Beim Öffnen der Gantt-Darstellung ist es möglich, den Anzeigebereich einzustellen.
Abbildung 06566: Anzeigebereich in der Gantt-Darstellung
Die komplette Darstellung der Planungsbalken wird anschließend auf diesen Bereich gefiltert. Wurden bereits Projekte oder Mitarbeiter ausgewählt, so kann der Anzeigebereich nicht mehr geändert werden. Weiter verhindert der Anzeigebereich, dass alte Planungen die außerhalb des Anzeigebereichs liegen, mitgeladen und angezeigt werden (& S. 9-82).
Über Grundlagen > Einstellungen > Projekte > Projektplanung > Planungsgrundlagen kann die Vorgabe für die beiden Datumsfelder über Start Anzeigebereich und Ende Anzeigebereich, sowohl für den Fat Client als auch für den Web Client eingestellt werden.
Abbildung 06567: Einstellung des Anzeigebereiches in den Grundlageneinstellungen
Sortierung Pool und Mitglieder
Hier bestimmen Sie die Sortierung des Pools und seiner Mitglieder:
Mitglieder sortiert nach Pool Kapazität: Als erstes wird das Mitglied mit der größten Poolkapazität angezeigt. Sollten mehrere Mitglieder dieselbe Kapazität haben, wird alphabetisch sortiert.
Mitglieder sortiert nach Matchcode: Die Mitglieder werden alphabetisch sortiert (A-Z).
Unter Planungsgrundlagen können Sie auch weitere Einstellungen für andere Planungsmöglichkeiten übernehmen:
Wenn diese Option markiert ist, wird vermieden, dass die Urlaubsplanung direkt über die Planung angelegt, geändert oder gelöscht wird. Urlaubsplanungen werden dann nur über den Urlaubsantrag angelegt.
keine manuelle Gleitzeitplanung
Wenn diese Option markiert ist, wird vermieden, dass die Gleitzeitplanung direkt über die Planung angelegt, geändert oder gelöscht wird. Gleitzeitplanungen werden dann nur über den Gleitzeitantrag angelegt.
Anzahlung und Einbehalte separat ausweisen beim Kopieren eines Zahlungsplans in eine Planungsversion
Für den Assistenten „Zahlungsplan in Planung kopieren“ (siehe Assistenten zur Planungsaktualisierung (& S. 9-130)) gibt es eine Grundlageneinstellung, um festzulegen, ob die Einbehalte und Anzahlungen getrennt als Erlöse in die Planung übernommen werden sollen oder ob der Originalbetrag der Festpreisposition übernommen werden soll.
Erster geplanter Mitarbeiter wird automatisch Phasenverantwortlicher
Der erste Mitarbeiter, der geplant wird, wird automatisch als Verantwortlicher für die Phase zugeordnet.
Standard Kalendergrundlage Mitarbeiterplanung
Vorbelegung für die Kalendergrundlage (& S. 9-22) in der Mitarbeiterplanung.
Mitarbeiterkalender: Verfügbare ungeplante Zeit zu 100% (& S. 9-22)
Mitarbeiterkalender zu 100% ohne Berücksichtigung der Verfügbarkeit (& S. 9-23)
Bei der Projektplanung eines Mitarbeiters kann die Leistung ausgewählt werden, um die Planerlöse des Projektes zu ermitteln, die durch die geplanten Arbeitstunden errechnet werden. Wird keine Leistung ausgewählt, so bleibt die Planerlösanzeige leer.
Im Grundlagenschalter Vertragsposition Pflicht kann pro Geschäftsbereich definiert werden, ob eine Leistungsauswahl Pflicht ist. Ist der Haken in der Checkbox, so erscheint eine Fehlermeldung in der Planung, falls das Feld Position leer bleibt.
In Planungsschema kann ein Standardschema festgelegt werden, so dass diese Deckungsbeitragsrechnung automatisch als Schema für die Planung verwendet wird. Siehe Schemaplanung (& S. 9-46).
Wenn Sie eine Deckungsbeitragsrechnung auf Basis einer Sachkontendefinition erstellen, kann diese Definition direkt auch als Schemaplanung für die Kostenstellenplanung eingesetzt werden. Hier stellen Sie je Geschäftsbereich/Mandant diese Schemaplanung als Standard ein:
Abbildung 00166: Einstellung des Standard Planungsschemas für die Kostenstellenplanung
Es ist auch möglich, benutzerdefinierte Felder in den Planungszeilen zu verwenden. Wenn diese Felder den gleichen Namen wie benutzerdefinierte Felder im Projektstamm haben, so werden die Werte vom Projektstamm übertragen.
Zusätzlich ist es möglich, den Planungstext mit dem Inhalt dieser Felder zu belegen.
Abbildung 00058: Definition des Standard Planungstextes
Abbildung 07289: Grundlageneinstellung - Projektstamm
Projektneuanlage (Projektleiter)
Wenn ein Projektleiter ein neues Projekt definiert, kann man beschränken, für welchen Geschäftsbereich er Projekte anlegen darf:
nur für eigenen Geschäftsbereich
für alle Geschäftsbereiche des Mandanten
für alle Geschäftsbereiche aller Mandanten
Siehe Neues Projekt anlegen (& S. 5-4).
Beleg nach der Freigabe öffnen
Mit der Aktivierung dieser Option werden die Belege direkt nach der Freigabe geöffnet.
Verwende Konsolidierungs-GP im Vertrag
Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie die Adresse auswählen, die für den Beleg benutzt wird (GP = Geschäftspartner):
Adresse des Kunden
Adresse des Konsol.-GP + Name des Kunden
Adresse des Konsol.-GP + Name des Konsol.-GP
Für weitere Informationen, siehe Konsolidierungsgeschäftspartner (& S. 7-106).
Zeige Projekt/Verträge in Kundenportal
Über dieses Grundlagenschalter wird erlaubt, dass Kunden auf "Ihre" Verträge bzw. Projekte Zugriff haben. Dies wird insbesondere wichtig, wenn Kunden viele Geräte und Maschinen in verschiedenen Verträgen ausgeliehen haben. Siehe Vermietung von Geräten und Maschinen (& S. 41-89).
Vertragsgruppe: Um die Verträge zu kennzeichnen, die der Kunde sehen soll, wird eine der drei Vertragsgruppen ausgewählt.
Gruppenwert: Aus der gewählten Vertragsgruppe wird ein Wert zum Beispiel "Mietverträge (sichtbar durch Kunden)" gewählt.
Online-Katalog
Definition eines Online-Kataloges für die Kundenbenutzer, die Geräte oder Maschinen über das Kundenportal mieten möchten. Siehe Katalogdefinition (Online-Katalog) (& S. 41-91). Die Kataloge können direkt einem oder mehreren Kunden zugeordnet werden. Sollte der angemeldete Kundenbenutzer keine direkte Zuordnung zu einem Katalog haben, dann wird der hier eingestellte Standard-Online-Katalog verwendet.
Es kann eingestellt werden, ob die Projektcodes manuell oder automatisch anhand der Projektnummer oder eines Präfixes erstellt werden sollen.
Bei der Anlage eines Projektes werden automatisch die Projektcodes in der Finanzbuchhaltung von SBO angelegt.
Abbildung 06492: Projektcodeanlage
Sollen die Projektcodes automatisch erstellt werden, so werden die Projektcodes später mit dem hier definierten Präfix angezeigt. Dies erfolgt nur dann, wenn in der Projektcodeanlage
die Einstellung Automatische Anlage über Präfix erfolgt worden ist.
Abbildung 06493: Festlegung der Projektcode-Präfixe
Legen Sie hier fest, mit welchem Präfix neuangelegte Projekte angezeigt werden sollen. Wenn Sie eine automatische Nummernvergabe für das neue Projekt wünschen, so erscheint die Projektnummer später mit dem hier definierten Präfix.
Abbildung 01478: Festlegung der Projektnummernpräfixe im Initialisierungsassistenten
Über diese Einstellung kann die Vertragsnummer automatisch vergeben werden. Dabei kann die Projektnummer in die Vertragsnummer eingeschlüsselt werden.
Sie können zwischen folgenden Einstellungen wählen:
manuelle Anlage der Vertragsnummer: Bei einer Vertragsneuanlage muss die Vertragsnummer manuell angelegt werden.
Automatische Anlage Vertragsnummer = Projektnummer: Wird ein neuer Vertrag erstellt, generiert MARIProject aus der Projektnummer die identische Vertragsnummer.
Automatische Anlage über Präfix: Die Vertragsnummer kann dem Vertrag über die Präfixeinstellung zugeordnet werden.
Sie können das Nummernpräfix für die Vertragsnummern für die einzelnen Geschäftsbereiche bestimmen. Haben Sie bei der Vertragsnummernanlage die Option Automatische Anlage über Präfix aktiviert, so wird bei einer Neuanlage eines Vertrages für einen Projektgeschäftsbereich das als Nummernpräfix eingestellte Präfix genutzt.
Analog zur Vertragsnummeranlage kann bestimmt werden, wie die automatische Vergabe der Einkaufsvorgangsnummer erfolgen soll.
Analog zur Vertragsnummeranlage Nummernpräfix bestimmen Sie das Einkaufsvorgangspräfix für die einzelnen Geschäftsbereiche.
Die Bezeichnung eines neu anzulegenden Einkaufsvorganges kann in dieser Einstellung über Platzhalter definiert werden:
[Lieferant]: Bezeichnung des gewählten Lieferanten
[Lieferant Nr.]: Kreditorennummer des Lieferanten
[Projektmatchcode]: Matchcode des Projektes
[Projektnummer]: Projektnummer
[Vertragsnummer]: Vertragsnummer
[Vertragsbezeichnung]: Vertragsbezeichnung
Sie können jedem Projekt in MARIProject mehrere Geschäftspartner zuordnen. Sie können zu den Haupt- und Nebenkunden, die standardmäßig hinterlegt sind, weitere Kundentypen hinterlegen. Siehe Register Kunde (& S. 5-31).
Abbildung 07155: Grundlagen Interne Projektverrechnung
Hier wird das Eingangslager für interne Projektverrechnung festgelegt. Siehe Kapitel (& S. 19-41).
Hier wird das Ausgangslager für interne Projektverrechnung festgelegt. Siehe Kapitel (& S. 19-41).
Bei der Erstellung eines internen Verkaufsvertrages wird ein Debitor mit der Bezeichnung der eigenen Firma benötigt. Siehe Kapitel (& S. 19-42).
Bei der Erstellung eines internen Einkaufsvorganges wird ein Kreditor mit der Bezeichnung der eigenen Firma benötigt. Siehe Kapitel (& S. 19-42).